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Publikation „Vielfalt als Chance“
Die Publikation „Vielfalt als Chance“ mit vielen Beiträgen zum Thema Diversity sowie die Jahresbilanz der „Charta der Vielfalt“ sind als Download verfügbar.
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Die Charta im Wortlaut
Die Vielfalt der modernen Gesellschaft, beeinflusst durch die Globalisierung und den demografischen Wandel, prägt das Wirtschaftsleben in Deutschland…
Die Botschafter
„Basis für die Einführung der Charta der Vielfalt war die Erkenntnis, dass wir als Unternehmen nur dann wirtschaftlich erfolgreich sein können, wenn wir die vorhandene Vielfalt unserer Belegschaft, Kundschaft und Geschäftspartner erkennen und nutzen.
”
Dr. Uwe Franke, Vorstandsvorsitzender der Deutschen BP AG
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Ausgabe Dezember 2008
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Die Stadt Bonn gehört nun auch zu den Unterzeichnern der Charta der Vielfalt. Inzwischen sind 9 Städte Mitglied der Unternehmensinitative. Die Urkundenübergabe fand am 26. Juni im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema „Mit Vielfalt zum Erfolg – Erfahrungen aus der Praxis und Perspektiven für die Zukunft“ im Bonner Alten Rathaus statt.
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Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann betonte in der Begrüßung, die Stadt Bonn sei zukunftsorientiert und offen für alle Mitarbeiter, unabhängig von Merkmalen wie Ethnie und Geschlecht. Gleichzeitig lenkte sie ein, gerade in Hinblick auf die Repräsentation von Migranten müsse noch viel mehr getan werden.
Im Anschluss an die Übergabe der Chartaurkunde begann eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus der Wirtschaft. Sylvia Stange, stellvertretende Leiterin für Chancengleicheit und Diversity der Deutschen Telekom, zeigte auf auf, dass Vielfalt nicht nur einen Image-, sondern auch einen Verkaufsgewinn bedeuten kann. Als Beispiel nannte sie die Aktion „Frauen ans Netz“, mit der die Telekom speziell auf weibliche Kunden eingeht. Um den Nachholbedarf an Diversity im öffentlichen Sektor zu beheben, schlug Stange „Bonuspunkte“ für diverse Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen vor.
Markus Hessenberger von Nortel Networks Germany berichtete, dass in seinem Unternehmen Diversity schon lange gelebt werde und dies nicht etwa aus purem „Altruismus“, sondern weil es auch vorteilhaft für das Unternehmen sei. Gerade für größere Unternehmen sei Diversity heute ein Auswahlkriterium für mögliche Partner. Außerdem biete die Vielfalt an verschiedenen Talenten für ein Unternehmen große Vorteile. „Positive Diskriminierung“ lehnt er in den meisten Fällen als Bevormundung ab. Teams sollten seiner Meinung nach „farbenblind“, also nur aufgrund der Fähigkeiten, besetzt werden.
Interessante Ansätze zeigte auch Markus Weber, der geschäftsführende Inhaber der Ingenieurbüros Weber&Kaus, auf. 8% der Beschäftigten sind dort Ausländer, 12% über 50 Jahre alt und mehr als 3% schwerbehindert. Vielfalt ist laut Hessenberger gelebte Praxis im Unternehmen, ohne diese könne es im Wettbewerb nicht bestehen. Besonders am Herzen liegt ihm die Integration älterer Arbeitnehmer. Er betonte, ältere Menschen könnten ein Untenehmen durch ihre Erfahrung bereichern, jüngere durch ihre Kreativität. Um den Austausch zwischen Jung und Alt zu gewährleisten, sei ein Klima der Angstfreiheit nötig: Kein älterer Mitarbeiter sollte fürchten, zwangsweise als erster entlassen zu werden und kein jüngerer sollte Angst haben, für jeden Fehler sofort belangt zu werden.
Hayati Önel, Unternehmer und Vorstandsmitglied der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer, lobte das Fortschreiten der Vielfalt in der Gesellschaft. Er bildet bewusst überwiegend Migranten aus, um ihnen eine Chance zu geben, die ihnen sonst vielleicht verwehrt bliebe.