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Studie Brain Waste: Potenziale von Zugewanderten besser nutzen

Die Potenziale von Zugewanderten müssen nach Ansicht der Staatsministerin und Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer, in Deutschland besser genutzt werden. „Berufliche Anerkennung muss ein fester Bestandteil der deutschen Integrationspolitik werden", forderte Böhmer anlässlich der Vorstellung der von der Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH erstellten Studie „Brain Waste – Die Anerkennung von ausländischen Qualifikationen in Deutschland". 

Zu viele Ausländerinnen und Ausländer, die vor ihrer Einreise einen Hochschul- oder Ausbildungsabschluss erreicht haben, würden aufgrund fehlender formeller Anerkennungsmöglichkeiten und mangelnder Angebote zu Anpassungsqualifizierungen weit unterhalb ihrer Qualifikation beschäftigt, erklärte die Staatsministerin: „Wenn zugewanderte Ärzte als Taxifahrer oder Lehrerinnen als Putzfrauen arbeiten, ist das ist eine nicht hinnehmbare Verschwendung von Talenten und Ressourcen. ‚Holzfällen mit Diplom’ kann kein gesellschaftlich gewünschtes Ergebnis sein. Wir müssen diese Potenziale viel besser nutzen. Hier schlummert ein Schatz, den es zu heben gilt."
 
Notwendig seien transparente, bundesweit vergleichbare und zügige Verfahren zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen. Darauf sollten künftig alle Zugewanderten einen Anspruch haben. „Bei EU-Bürgern machen wir gute Erfahrungen mit dem System von Teilanerkennungen in Verbindung mit Anpassungsqualifizierungen. Es wäre wünschenswert, wenn diese Instrumente auch auf andere Zugewanderte erstreckt werden könnten", fügte Böhmer hinzu. 

„Es sollte auch geprüft werden, ob vorhandene Abschlüsse bereits vor der Einreise erfasst werden können", erklärte die Staatsministerin weiter. „Parallel zum Integrationskurs könnte dann eine frühzeitige Bewertung der vorhandenen Qualifikationen und Kompetenzen erfolgen." Ziel sei, eine möglichst schnelle, den jeweiligen Abschlüssen und Fähigkeiten entsprechende Beschäftigung zu erreichen. „Das wäre integrationspolitisch ein großer und wichtiger Schritt, von dem nicht nur die Zugewanderten, sondern unsere gesamte Wirtschaft und Gesellschaft profitieren würden", betonte Böhmer. 


Die Staatsministerin verwies zugleich auf die Unternehmensinitiative „Charta der Vielfalt": „Die Wirtschaft erkennt zunehmend das Potenzial einer vielfältig zusammengesetzten Belegschaft in den Unternehmen. Immer mehr Unternehmen verpflichten sich mit der Unterzeichnung der Charta, Mitarbeiter unterschiedlicher Herkunft aktiv zu fördern und ihnen Karrierechancen zu eröffnen. Hier können Politik und Verwaltung von der Wirtschaft lernen." Sie selbst unterstütze diese Initiative mit der Kampagne „Vielfalt als Chance", deren Ziel es sei, der Wirtschaft und der breiten Öffentlichkeit das Potenzial und den ökonomischen Nutzen von Vielfalt in der Arbeitswelt näher zu bringen. Zur Studie

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