Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation
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Kleine Unternehmen bieten Auszubildenden mit Zuwanderungshintergrund innovative und maßgeschneiderte Lösungen. Großunternehmen haben in den beiden vergangenen Jahren verstärkt Verfahren und Einrichtungen zur Konfliktbewältigung installiert und die interkulturelle Kompetenz ihrer Ausbilder gefördert. Der Öffentliche Dienst ist zum Vorreiter bei der gezielten Ansprache von Jugendlichen aus Zuwandererfamilien geworden. Für alle Bereiche wird die gezielte Nutzung von Vielfalt immer wichtiger, weil der Anteil von Auszubildenden aus Zuwandererfamilien insgesamt steigt. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Gesamtauswertung des Wettbewerbs „Kulturelle Vielfalt in der Ausbildung“, dessen Gewinner am 8. April 2008 von der Staatsministerin und Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Prof. Dr. Maria Böhmer, ausgezeichnet wurden.
Insgesamt wurden 14 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen prämiert. Der Wettbewerb war Teil der Kampagne „Vielfalt als Chance“, die Ende 2008 auslief. Das Ziel: Kulturelle Vielfalt als Erfolgsfaktor in Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung stärker verankern. An dem Wettbewerb konnten sich Firmen und Institutionen beteiligen, die sich in besonderer Weise um die Ausbildung von Jugendlichen aus Zuwandererfamilien verdient machen.
Böhmer zeigte sich erfreut über die eingereichten Beiträge: „Die vielen guten Beispiele zeigen, dass Unternehmen und öffentliche Einrichtungen zunehmend erkennen: Kulturelle Vielfalt bringt Wettbewerbsvorteile, etwa bei der Ansprache von Kunden im In- und Ausland oder bei der Kommunikation mit den Bürgern. International aufgestellte Großunternehmen sind bei der strategischen Konzeption und praktischen Umsetzung von Integrationsmaßnahmen tonangebend. Ganz besonders beeindruckt haben mich aber auch die vielen kleinen Unternehmen, die Beachtliches leisten. Die ‚Kleinen’ sind mit ihrer Flexibilität und Kreativität ganz große Vorbilder bei der Nutzung von Vielfalt als Chance in und für Deutschland.“ Böhmer wies zugleich auf die Entwicklungspotenziale hin: „Insgesamt zeigt der Wettbewerb, dass ein kluger Umgang mit Vielfalt angesichts des demografischen Wandels immer wichtiger wird.“
71 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen nahmen am Wettbewerb teil. Die besten Wettbewerbsbeiträge wurden im Rahmen einer Preisverleihung am 8. April 2008 in Berlin der Öffentlichkeit präsentiert. Die jeweils besten drei Beiträge in den vier Wettbewerbskategorien wurden darüber hinaus mit Geld- und Sachpreisen ausgezeichnet.
Die Preise wurden gemeinschaftlich von Daimler, der Deutschen Bank, der Deutschen Telekom und der Integrationsbeauftragten gestiftet.
Die Preise:
1. Platz: 15.000 Euro
2. Platz: 10.000 Euro
3. Platz: 5.000 Euro
Für die Sieger unter den Großunternehmen gab es statt der Geldpreise eine Reise für ausgewählte Auszubildende zu Staatsministerin Böhmer nach Berlin. Für besonders gelungene oder außergewöhnliche Einsendungen hat die Jury Sonderpreise vergeben.
Die Preisträger im Überblick:
Kategorie Großunternehmen:
1. Platz: Ford-Werke (Köln)
2. Platz: IKEA Deutschland (Hofheim-Wallau)
Sonderpreis: Auszubildende der Deutschen Bahn für das Projekt „Bahn Azubis gegen Hass und Gewalt”
Kategorie kleine und mittlere Unternehmen:
1. Platz: Oktober Betriebe (Hamburg), reis: 15.000 Euro
2. Platz: pro Sanitate Gesundheitsdienste (Hamm), Preis: 10.000 Euro
Sonderpreis: ViA Bochum e.V., Preis: 2.500 Euro
Kategorie Kleinstunternehmen:
1. Platz: Ingenieurbüro M. Kaiser (Dortmund), Preis: 15.000 Euro
2. Platz: Steuerberatung Anastasios Klintsaris (Lüdenscheid), Preis: 10.000 Euro
3. Platz: Café Longobucco (Weissach im Tal) und Prestige.com GmbH (Hamm), Preis: Jeweils 2.500 Euro
Sonderpreis: Ausbildungsring Ausländischer Unternehmer e.V. (Nürnberg), Preis: 2.500 Euro
Kategorie Öffentliche Verwaltung:
1. Platz: Landeshauptstadt München Preis: 15.000 Euro
2. Platz: Stadt Essen Preis: 10.000 Euro
3. Platz: Senat der Freien und Hansestadt Hamburg Preis: 5.000 Euro
Alle Informationen rund um diesen Wettbewerb finden Sie in diesem Flyer: Zum Download PDF (228 KB)