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Ausgabe 03/2010
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Kongress „Charta der Vielfalt“
Am 23. September 2010 findet in Berlin der Kongress „Charta der Vielfalt“ statt. Thema der Veranstaltung ist die zunehmende Vielfalt des Arbeitsmarktes in Deutschland und die damit einhergehenden Veränderungen.
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Die Charta im Wortlaut
Die Vielfalt der modernen Gesellschaft, beeinflusst durch die Globalisierung und den demografischen Wandel, prägt das Wirtschaftsleben in Deutschland...
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Viele Betriebe beschäftigen vorwiegend jüngere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Viele gehen vorzeitig in den Ruhestand oder finden keinen Arbeitsplatz. Ältere Menschen werden außerdem tendenziell als unproduktiv gesehen, dabei ist ihre Berufs- und Lebenserfahrung eine wichtige Kompetenz. Diversity Management kann dafür sorgen, dass der Erfahrungsschatz von älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wieder als Bereicherung geschätzt und erlebt wird.
Die Initiative „Wirtschaftsfaktor Alter“ der Bundesregierung zielt sowohl auf die Erhöhung der Lebensqualität älterer Menschen, als auch auf die Stärkung von Wirtschaftswachstum und Beschäftigung. Sie verbindet Senioren-, Wirtschafts- und Verbraucherpolitik miteinander. Die Initiative greift die Erfahrungen, Anliegen und Wünsche der über 50-Jährigen auf und macht gleichzeitig Unternehmen auf die ökonomischen Chancen der demografischen Entwicklung aufmerksam. Nach dem Motto „Hinter jedem generationengerechten Produkt steckt ein Stück mehr Lebensqualität“ werden Impulse für die Entwicklung von innovativen Produkten und Dienstleistungen gegeben. Die Initiative möchte eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen und Ideen bieten. Der intensivere Dialog zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Seniorinnen und Senioren stärkt ältere Menschen in ihrer bisher zu wenig berücksichtigten Rolle als mitgestaltende Verbraucherinnen und Verbraucher. Mehr zur Initiative
Die Audi AG setzt verstärkt auf die Erfahrung älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dafür hat sie im Werk Neckarsulm bei der Fertigung des Sportwagens R8 deutlich längere Intervallzeiten in der Produktion eingeführt. Jede Arbeitskraft führt im Projekt „Silverline” nun deutlich mehr unterschiedliche Arbeitsschritte aus. Damit wird der geringeren Körperkraft von älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, aber auch der größeren Fähigkeit zu komplexen Arbeiten Rechnung getragen. Mehr zum Thema
Das Programm „Perspektive 50plus - Beschäftigungspakt für Ältere in den Regionen” des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales richtet sich vor allem an Unternehmen. Es soll den Erfahrungsschatz und das Potenzial von älteren Langzeitarbeitslosen ins Bewusstsein rücken und sie wieder ins Erwerbsleben integrieren. Im Zuge des Arbeitspaktes konnten von Ende 2005 bis Ende März 2007 mehr als 64.000 ältere Arbeitsuchende aktiviert und mehr als 12.000 in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Mit der Fortführung des Projekts in den Jahren 2008 bis 2010 ist das Bundesprogramm ist in eine zweite Programmphase gestartet. Mehr zum Programm
Das Demographie Netzwerk e. V. ist ein Netzwerk von Unternehmen, die sich zusammengetan haben, um sich gemeinsam den Herausforderungen des demografischen Wandels zu stellen. Gegründet wurde das Netzwerk im März 2006 auf Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). Es dient dem Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedsunternehmen, die sich bewusst auf eine älter werdende Belegschaft einstellen. Zum Netzwerk
Der Werkzeugmaschinenhersteller Alfred H. Schütte aus Köln geht auf die Bedürfnisse seiner älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders ein. Diese machen bereits über ein Viertel der 700 Beschäftigten aus. Ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich zum Beispiel ins Lager versetzen lassen, wenn ihnen die Montage zu anstrengend wird. Tageslicht und Industrieparkett sorgen in den Werkhallen für ein angenehmes Arbeitsklima, eine eigene Kantine für gesundes Essen.